Schweinemast allgemein

Deutschland ist quasi Europameister in der Produktion und dem Export von Schweinefleisch und Vizeweltmeister im Export von Schweinefleisch, es wird sogar nach China exportiert, das heißt die Inlandversorgung ist mehr als gesichert [1].

Wie allgemein bekannt [2] begünstigt Massentierhaltung die Entwicklung multiresistenter Keime, gegen die kein Antibiotikum mehr hilft, so dass relativ leichte Erkrankungen wie beispielsweise Schnittwunden zum Tode führen können.

Laut Statistik [2 und 3] sterben in Europa nachweislich Zehntausende Menschen pro Jahr an multiresistenten Keimen und in Deutschland allein deutlich mehr als im Straßenverkehr.

Die Keime befinden sich in der Abluft der Anlagen und in der Gülle. Wenn diese ins Freie gelangt, stellt sie nicht nur eine erhebliche Umwelt- bzw. Geruchsbelästigung dar und verunreinigt unser Grundwasser, sondern verursacht eine erhebliche  Gesundheitsgefährdung für unser in der Hauptwindrichtung liegendes Dorf.

Selbst die „Große Koalition“ hat erkannt, dass die heutige Schweinehaltung tierschutzrelevant ist und sieht von daher eine Änderung im Koalitionsvertrag vor, das heißt es ist abzusehen, dass derartige Anlagen zukünftig ohnehin in der derzeit üblichen Form nicht mehr betrieben werden dürfen. Bis dahin müssen wir uns daher selbst darum kümmern und erbitten daher Ihre Mithilfe und Unterstützung.

Quellen: [1] Agrarmärkte 2014. Bayrische Landesanstalt für Landwirtschaft. [2] Die Rache aus dem Stall. Die Zeit, Nr. 48 vom 20.11.2014. [3] Antibiotika-Forschung: Probleme und Perspektiven, Stellungnahme der Akademie der Wissenschaften in Hamburg ISBN 978-3-11-030667-5.